Nistplatz für Schleiereulen

Schleiereulen können nur in der Nähe großer Grünanlagen oder auf dem Lande leben, wo sie Mäuse finden. Sie sind gute Wühlmausvertilger und Rattenbekämpfer! Ihr größtes Problem ist der Nistplatzmangel: Offene Scheunen oder schadhafte Schuppendächer gibt es nicht mehr viel, auch werden erst neuerdings Kirchtürme wieder für Schleiereulen geöffnet. Mit der Anbringung von Schleiereulenkästen ist ihnen sehr geholfen und diese Kästen werden gern angenommen!(Auch von Turmfalken). Um ihr Gelege vor Mardern zu schützen, ist es sinnvoll, Schleiereulen nicht nur eine offene Scheune zu bieten, sondern ihnen einen mardersicheren Nistkaste???????????????????????????????n (siehe Kapitel Baupläne) zu bauen, der möglichst hoch (10m +) aufgehängt wird. Hat man eine “Uhlenflucht”  (großes rundes Loch) in der Scheunenwand, kann man den Kasten direkt hinter dem Loch anbringen (Bild), oder das Loch als Zuflug in die Scheune lassen und den Kasten in der Scheune aufhängen. Es ist günstig, zusätzlich zum Nistkasten noch einen ruhigen, dunklen Platz zur Verfügung zu stellen, an dem sich der Eulenpapa tagsüber etwas vom Familientrubel distanzieren kann, oder man bringt in der Nähe einen zweiten Kasten an. In dieser abgebildeten Scheune ist der Kasten durch ein Fenster von außen zu erreichen und rechts neben der Leiter befindet sich ein weiteres Fenster in der Wand, durch den die Eulen in den Dachraum einfliegen können. – Der Nistkasten muss zu öffnen sein, denn er muss alle drei/vier Jahre gereinigt werden !

Für Schleiereulen ist der Winter ein großes Problem, wenn Schnee liegt. Sie können nur kurze Zeitspannen (2-3 Wochen) überstehen und verhungern, wenn sie in dieser Zeit keine Mäuse finden. Darum müssen Schleiereulen im Winter entweder einen Zugang zur Scheune haben, in der sie des nachts jagen können oder man streut auf einer schneefreien Fläche abends Vogelfutter aus, das in der Nacht Mäuse anlockt und auf diese Weise den Schleiereulen hilft, zu überleben.

Menschen gegenüber zeigen Schleiereulen normalerweise keine Scheu, es stört sie also nicht, wenn in der Scheune gearbeitet wird. Sie sind sehr lustig zu beobachten!

Schleiereulenkästen werden auch gern von Turmfalken oder sogar Dohlen angenommen. Wir konnten sogar schon beobachten, dass Turmfalk und Eule gemeinsam den Kasten nutzten – dann kletterten die Eulen mit jeder Maus über die Turmfalkenkinder, die direkt am Eingang saßen, um zu ihrem Nest hinter der Marderschutzwand zu gelangen. Ich werde manchmal gefragt, ob nicht Tauben den Schleiereulenkasten gern übernehmen und man dann nur wieder einen neuen Taubennistplatz geschaffen hat: Tauben landen auf einem Brett und tippeln dann hinein, sie können nicht auf einer schmalen Brettkante landen und dann hineingelangen, sie fliegen auch nicht ins Nest ein. Dies macht man sich in diesem Fall zunutze, indem man den Eingang für Eule und Falke etwas höher legt, also 12 cm über dem Landebrett, diese 12 cm können die Tauben nicht “hüpfend” überwinden, für die erwünschten Arten ist das jedoch kein Problem.

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